Kernspintomographie (MRT)

Die Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt, ist ein hochmodernes Untersuchungsverfahren, das gänzlich ohne Röntgenstrahlung arbeitet. Grundlage der MRT ist ein starkes Magnetfeld. Jedes Lebewesen ist aus unzähligen Atomen aufgebaut, die kleine Magnetfelder besitzen. Mit Hilfe von elektromagnetischen Impulsen kann man auf diese Magnetfelder vorübergehend einwirken.

Kernspintomograph am Standort Bismarkstraße

Das Verfahren steht der Medizin seit 1984 zur Verfügung und wurde 2003 mit dem Medizinnobelpreis ausgezeichnet.

Der Patient liegt dabei in einer vorne und hinten offenen Röhre auf einer Untersuchungsliege. Die Untersuchung dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten. In dieser Zeit werden kontinuierlich die magnetischen Impulse ausgewertet. Das Ergebnis sind sehr präzise Schnittbilder durch den menschlichen Körper, die - anders als bei der Computertomographie - in jeder beliebigen Raumebene verlaufen können. Und das ganz ohne Röntgenstrahlen!

Wenn für die Diagnose sehr genaue und differenzierte Darstellungen benötigt werden, ist die Kernspintomographie (oder kurz „MRT“) oft die erste Wahl. Die Technologie macht schon kleinste Veränderungen der Körperstrukturen sichtbar und zeigt teilweise auch innere Gewebsveränderungen an, die aufgrund physiologischer oder biochemischer Prozesse entstehen und keine Veränderungen der äusseren Form der Organe bewirken. Man kann so auch einen Einblick in krankhafte Veränderungen der Organstrukturen erhalten, wenn diese ihrer äusseren Form nach unter Umständen noch ganz normal aussehen.

Bei vielen Untersuchungen verabreichen wir ein spezielles und sehr gut verträgliches Kontrastmittel über eine Armvene und können dadurch die Aussagekraft einer solchen Untersuchung nochmals erheblich steigern.

Das Verfahren eignet sich besonders gut zur Darstellung der Weichteile und des Knorpels des Bewegungsapparates, der Brust, der inneren Organe sowie des Gehirns und der Wirbelsäule.

Auch das arterielle Gefäßsystem kann mit der MRT sehr gut und wenig invasiv (belastend) dargestellt werden. Bei sehr speziellen Indikationen kann jedoch eine weiterführende Gefäßdiagnostik (Angiographie) notwendig werden.

Was ist vor der Untersuchung
zu beachten?

Das im Untersuchungs-Gerät bestehende Magnetfeld zieht alle metallischen oder metallhaltigen Gegenstände an, zudem werden die entstandenen Bilder bereits durch kleinste Metallmengen gestört. Denken Sie deswegen an Prothesen, Implantate wie Schrauben und Platten, Schmuck, Haarnadeln, Brillen, Hörgeräten und Geldmünzen. Soweit möglich müssen diese in der Kabine abgelegt werden. Prothesen und Implantate neueren Herstellungsdatums enthalten in der Regel keine magnetisierbaren Metalle und sind für die Untersuchung geeignet.

Nicht entfernbare Metallteile, die sich im Körper befinden, wie z. B. Metallsplitter, können sich innerhalb des Patienten bewegen und je nach Lokalisation zu Verletzungen führen. Rote Farbstoffe, die bei Tätowierungen, Permanentlidstrichen und blauem Lidschatten verwendet werden, können Eisenoxid enthalten und sich deshalb während der Untersuchung erwärmen. Vor der Untersuchung kann normal gegessen und getrunken werden.

Wann kann die Untersuchung
nicht durchgeführt werden?

Absolute Kontraindikationen gegen eine MRT-Untersuchung sind sämtliche elektronischen Implantate, d.h., Herzschrittmacher, Neuro-Stimulatoren (spinal oder zerebral), subkutan implantierte Insulin-Pumpen, Cochlea-Implantate, Ältere Mittelohr-Implantate (Teflon- und Goldimplantate sind unproblematisch) etc. Erhöhte Vorsicht ist geboten bei intraoperativ eingebrachten Metallclips und bei allen Arten von künstlichen Herzklappen. Unter Umständen benötigen wir eine Kopie des Operationsberichts, der eine exakte Typenbezeichnung des implantierten Materials enthält. Frühschwangerschaft (erste 3 Monate) ist eine relative Kontraindikation.

Sollte bei ihnen keine MRT durchgeführt werden können, steht in den meisten Fällen die Computertomographie als Alternative zur Verfügung. Bei Fragen dazu stehen wir selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.

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