Prostata-Check

Vorsorge: Prostata-Check

Das Prostatakarzinom stellt mit etwa einem Viertel aller festgestellten Krebserkrankungen den häufigsten bösartigen Krebs des Mannes in Deutschland dar. Pro Jahr erkranken in etwa 58.000 Männer in Deutschland neu an diesem Krebs.

Prostata
Bestimmung des Krebsrisikos (Prostatakrebs)
Prostata- Check
Hochauflösende T2-Bildgebung, diffusionsgewichtete Bildgebung, Perfusionsbildgebung

Es gibt viele gute Gründe für eine MRT-Untersuchung der Prostata:

  1. Das Risiko an einem Prostatakrebs zu erkranken steigt mit dem Alter an und frühe Krebsstadien sind gut behandelbar – daher rechtzeitig mit der Vorsorge beginnen.
  2. Das Prostatakarzinom kann lange Zeit unbemerkt ohne Symptome wachsen – die MRT-Bildgebung hilft den Krebs zu finden.
  3. Die rein urologischen Untersuchungen alleine können unter Umständen vorhandene Krebsherde nicht auffinden – die multiparametrische MRT stellt hier die derzeit beste Methode zur bildmorphologischen Darstellung tumorverdächtiger Herde in der Prostata dar.
  4. Ein normaler PSA-Wert ist keine Garantie, auch bei Werten unter 4,0 ng/ml kann bereits ein Prostatakrebs vorliegen – hier kann die MRT zusätzliche Sicherheit schaffen, da bei negativem Befund, d. h. kein Herdnachweis, ein aggressives hochgradiges Karzinom unwahrscheinlich ist.
  5. Ein erhöhter PSA-Wert kann verschiedene Ursachen haben (z. B. Entzündung) und muß nicht zwangsläufig Krebs bedeuten. Hier kann die MRT schnell und einfach helfen ein aggressives hochgradiges oder fortgeschrittenes Prostatakrazinom auszuschließen.
  6. Sollte im MRT der Prostata ein Areal auffällig sein, so kann dieses gezielt mittels Biopsie (Gewebeentnahme) abgeklärt werden.
  7. Die bisherige Vorgehensweise mit Bluttest (PSA-Wert) und anschließender Standard-Biospie führt einerseits zur "Überdiagnose", d. h. niedriggradige Karzinome werden zufällig entdeckt, andererseits werden u. U. aggressive Tumoren "verpasst". Hier kann die MRT helfen Überdiagnosen zu reduzieren und die Trefferquote bei den therapiebedürftigen Karzinome zu verbessern.

Prostatabiopsie – muss nicht immer sein!

  • Wenn in der multiparametrischen MRT der Prostata kein verdächtiges Areal gefunden wird, so liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit kein höhergradiger, d. h. aggressiver, und damit "relevanter" Krebs vor. Hier kann, immer in Absprache mit dem Urologen, u. U. auf eine Biopsie (Gewebeentnahme) verzichtet werden.

Wenn Biopsie, dann höhere Trefferquote durch MR-Bildgebung!

  • Ein verdächtiger Befund in der MRT kann dann gezielt punktiert werden – das erhöht die Trefferquote der Biopsie. Für eine solche Biopsie bieten sich zwei Varianten an:
    • MRT-US-Fusionsbiopsie: Die MRT-Bilder werden durch eine Software mit dem Ultraschallbild fusioniert (quasi übereinander gelegt), so dass man verdächtige Herde mit der Stanze direkt anvisieren kann.
    • MRT-gesteuerte (in-bore) Biopsie: Der verdächtige Herd wird direkt punktiert während der Patient im MRT-Gerät liegt. Unter Bildkontrolle kann die Stanznadel direkt im Herd platziert werden und die korrekte Lage wird damit gleichzeitig dokumentiert. Dieses aufwendige Verfahren bieten in der Regel nur spezialisierte Zentren an.

Neuer Praxisstandort in Bad Mergentheim

Ab 01.10.2018 vergrößern wir uns und werden nach dem Umbau der Praxisräume in Bad Mergentheim voraussichtlich im Februar 2019 eine Radiologische Praxis eröffnen.