Computertomographie (CT)

Bei der Computertomographie werden die Vorteile der Röntgendiagnostik und der modernen Computertechnologie kombiniert. Das Verfahren wurde in den 70er Jahren entwickelt und 1979 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

Am besten geeignet ist die CT-Untersuchung für Knochen, Lunge und die Bauchorgane, aber auch das Nasennebenhöhlen und das Gehirn können dargestellt werden.

Das Ergebnis sind extrem hochauflösende Bilder und Filme sowohl in 3-D-Darstellung als auch in Schichtbildern.

Der Patient liegt in einer kurzen Röhre (eigentlich eher ein Ring), in der sich eine Röntgenröhre und ein Detektorkranz befinden. Während der Untersuchung fährt der Patient auf einer Liege durch diesen Ring. Die Untersuchung selbst ist bis auf ein leises Summen nicht spürbar und dauert meist nur wenige Minuten. Die Röhrendrehung erfolgt im Innern des Rings und sendet einen kontinuierlichen dünnen Röntgenstrahl aus. Die Röntgenstrahlen werden je nach Gewebe mehr oder weniger abgeschwächt und von gegenüberliegenden Detektoren erfasst und mittels eines Hochleistungsrechners zu auswertbaren Bildern verarbeitet.

Das Ergebnis sind extrem hochauflösende Bilder und Filme sowohl in 3-D-Darstellung als auch in Schichtbildern. Das Gerät ermöglicht auch die kombinierte Ausgabe von 3-D- und Schichtbildern. Dabei können Knochen und Weichteile des Körpers sichtbar gemacht werden. Dank der präzisen, hoch auflösenden Aufnahmen ist die CT heute eine der wichtigsten radiologischen Untersuchungsmethoden.

Zusätzlich können wir CT-gesteuert Probeentnahmen (Biopsien) und therapeutische Massnahmen (Schmerztherapie) an den Zwischenwirbelgelenken und an den aus dem Rückenmarkskanal austretenden Nerven durchführen (PRT).

Vor Untersuchungen des Bauchraums werden wir Ihnen ein Kontrastmittel zu trinken geben, um den Magen und den Darm optimal darzustellen. Für eine solche Untersuchung sollten Sie dann eins bis zwei Stunden Zeit einplanen.

Bei sehr vielen Untersuchungen setzen wir auch Kontrastmittel ein, die wir über eine Armvene verabreichen. Durch diese Maßnahme können wir ganz generell die diagnostischen Möglichkeiten für Ihre Untersuchung erheblich steigern. Diese Kontrastmittel sind sehr gut verträglich, manche Patienten empfinden lediglich ein leichtes Wärmegefühl im Körper, das aber vollkommen harmlos ist und nur sehr kurz zu spüren ist.

Um die Untersuchung gut vorzubereiten, erheben wir von Ihnen genaue Angaben über eventuelle Allergien oder Unverträglichkeiten. Notieren Sie sich am besten vorher, welche Medikamente Sie in welchen Dosen einnehmen. Bestimmte Medikamente gegen Diabetes mellitus (Biguanide, z.B. Metformin, Phenformin) müssen 48 Stunden vorher abgesetzt werden. Wichtig für Frauen: Während der Schwangerschaft dürfen keine Computertomographien durchgeführt werden (Röntgenstrahlen). Je nach Fragestellung steht dann als Alternative die Kernspintomographie (MRT) zur Verfügung.

Periradikuläre Therapie (PRT)

Bei der periradikulären Therapie (PRT) werden Medikamente mit einer speziellen Nadel direkt an die entsprechende Nervenwurzel an ihre Austrittsstelle aus oder sogar im Nervenkanal in der Wirbelsäule angewendet (appliziert). Der Vorteil der Methode besteht insbesondere auch darin, die Wirkstoffe in ausreichender Konzentration genau dorthin zu bringen, wo der Schmerz entsteht ohne den Körper systemisch mit hohen Medikamentendosen zu belasten.

Die Präparate, die angewendet werden, dienen einerseits zur Schmerzausschaltung und andererseits zur Behandlung einer eventuellen Entzündung (Reizung) des Nervens selbst. Bei Schmerzen, die sich von der Lokalisation her nicht mit der Bildgebung korrelieren lassen, kann die Methode auch diagnostisch genutzt werden, um die vom Schmerz betroffene Nervenwurzel eindeutig zu identifizieren und die richtige Therapie einzuleiten.

Wir stellen in der Computertomographie(CT) das Wirbelsäulensegment, in dem die PRT geplant ist, zunächst dar, um dann unter fortlaufender Bildkontrolle die Nadel nach einer lokalen Hautanästhesie (Betäubung) millimetergenau bis zum Ziel vorzuschieben. In gleicher Weise lassen sich auch von chronischen Schmerzen betroffene Zwischenwirbelgelenke behandeln. Die Behandlung wird in der Regel im Abstand von einigen Tagen mehrmals durchgeführt.

Sofort nach der PRT berichten viele unserer Patienten über ein spontanes Verschwinden der Schmerzen, das aber in einigen Fällen mit einem Taubheitsgefühl in den Arealen, die von dem betreffenden Nerven versorgt werden, einhergeht. Aus diesem Grund sollten Sie sich nach einer PRT auf jeden Fall mit dem Auto abholen lassen und zu Hause für den Rest des Tages ruhen.

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