Ultraschall (Sonographie)

Bei der Sonographie werden sehr hochfrequente Schallwellen verwendet, um Bilder aus dem Inneren des Körpers zu erhalten. Die Schallwellen sind weit jenseits des menschlichen Hörvermögens zu finden und die Anwendung ist für den Patienten vollkommen schmerzfrei.

Die Sonographie ist eine seit den 50er Jahren etablierte Methode in der Medizin.

Das Verfahren selbst ist eigentlich militärischen Ursprungs und wurde zur Ortung von Unterseebooten während des 1. Weltkriegs erfunden. In der Seefahrt ist in heutiger Zeit fast jedes Boot mit einem solchen Gerät ausgestattet und dient dort in erster Linie der Messung der Entfernung zum Meeresboden. Auch die Fledermäuse sind in der Lage solche hochfrequenten Schallwellen zu erzeugen und können aufgrund des Reflexionsmusters dieses Schalls mit hoher Präzision, selbst in absoluter Dunkelheit, navigieren und der Insektenjagd nachgehen.

In der Medizin werden mit verschiedenen Sonden (Schallköpfen) Schallwellenimpulse in den Körper gesendet und von den verschiedenen Organstrukturen, je nach Oberfläche und innnerer Beschaffenheit, in verschiedener Art und Weise reflektiert und gestreut.

Zur besseren Übertragung des Schalls wird die Sonde auf die Hautoberfläche über ein wasserhaltiges Gel angekoppelt, um Reflexionen des Schalls an der Hautoberfläche zu minimieren. Anhand der Laufzeit der Schallwellen kann die Entfernung von der Hautoberfläche bestimmt werden. Aus dem Reflexionsmuster und der Laufzeit lässt sich, natürlich auch hier inzwischen mit moderner Computertechnologie, ein räumliches 2- bzw. auch 3-dimensionales Bild aus dem inneren des Körpers erzeugen. Die Sonographie ist eine seit den 50iger Jahren etablierte Methode in der Medizin und wird auf Grund ihrer Unschädlichkeit auf den menschlichen Körper sogar in der Schwangerschaftsdiagnostik eingesetzt.

Die Sonographie eignet sich als Basisdiagnostik zur Darstellung von sehr viele Organen und Organsystemen, lediglich Magen und Darm, Lunge und Luftröhre sowie das Gehirn, Nerven und das Rückenmark lassen sich nur ungenügend darstellen.

Zur Gefäßdiagnostik kann unter Ausnutzung des Dopplereffektes und bei entsprechender apparativer Ausstattung, die wir natürlich vorhalten, die Aussagekraft der Methode noch einmal deutlich gesteigert werden. Insbesondere in der Brustdiagnostik stellt der Ultraschall eines der Verfahren dar, mit dem zwischen gut- und bösartigen Veränderungen (Dignität) in der Brust unterschieden werden kann. Sollten nach der Ultraschalluntersuchung der Brust weitere Fragen offen bleiben, so kann mittels sonographisch gesteuerter Probenentnahme die endgültige Dignität des Befunds in Ihrer Brust bestimmt werden.

Wir setzen die Sonographie zudem als Zieleinrichtung bei Probenentnahmen ein, um minimal invasiv (gewebeschonend) und exakt Biopsien (Proben) aus oberflächlich gelegenen Strukturen zu gewinnen

Biopsie

Wir wenden zur Entnahme von Gewebe-Proben die sogenannte Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie an. Dabei gewinnen wir mit Hilfe eines speziellen Nadelsystems Gewebezylinder aus dem entsprechenden Areal, um diese beim Pathologen einer feingeweblichen (histologischen) Untersuchung zu unterziehen.

Durch diese Untersuchung kann das Gewebe auch ohne operativen Eingriff eindeutig in gut- oder bösartig eingestuft werden (Dignität). Die Stanzbiopsie eignet sich je nach Lokalisation im jeweiligen Organ für Herde bis in mehrere cm Tiefe zur Hautoberfläche. Die Maßnahme wird in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie durchgeführt). Die korrekte Platzierung der Nadel wird durch Ultraschall geführt und dabei auch dokumentiert.

Das Ergebnis der Untersuchung wird vom Pathologen nach wenigen Tagen direkt an den Sie überweisenden Arzt/Ärztin übermittelt. Der Zuweiser bespricht das Ergebnis mit Ihnen und leitet ggf. weiterführende Maßnahmen für Sie ein.