Indikation Neuroradiologie

Gehirn und Nerven

Vom akuten Schlaganfall bis zur Demenz-Differenzierung.

Wir bieten das gesamte Spektrum der neuroradiologischen Diagnostik – Schädel-MRT und -CT, Wirbelsäulen-Bildgebung, neurovaskuläre Untersuchungen. Schwerpunkt-Verantwortlich­keit für die Neuroradiologie liegt bei Dr. Frank Wendel-Maaß (Facharzt für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie).

MRT-Untersuchung in unserer Praxis – strahlungsfreie Schnittbild-Diagnostik von Gehirn und Wirbelsäule.
MRT von Kopf und Wirbelsäule – ohne Röntgenstrahlung.

Verfahren der Neuroradiologie

Welches Verfahren wann sinnvoll ist, wird in Abstimmung mit Ihrer behandelnden Praxis entschieden.

Schädel-MRT (cMRT)

Hoch­auflösende strahlungs­freie Diagnostik bei Kopfschmerzen, Schwindel, Verdacht auf Schlaganfall (ischämisch oder hämorrhagisch), MS-Diagnostik und -Verlauf, Tumoren, entzündlichen Veränderungen.

Mehr zum MRT

Schädel-CT

Schnelle Erst­untersuchung bei akuten Frage­stellungen – Schädel­trauma, Verdacht auf intrakranielle Blutung, Stroke-Diagnostik vor Lyse-Entscheidung.

Mehr zur CT

Wirbelsäulen-MRT

MRT der Halswirbel-, Brustwirbel- und Lendenwirbelsäule – bei Bandscheiben­vorfällen, Spinal­kanal-Stenose, Nerven­wurzel-Kompression, entzündlichen und degenerativen Veränderungen.

Neurovaskuläre Bildgebung

MR-Angio oder CT-Angio der hirnversorgenden Gefäße – Carotis-Bifurkation, Circulus Willisii, Vertebralarterien. Vor Eingriffen und im Verlauf.

Häufige Frage­stellungen

Wann eine neuroradiologische Bildgebung sinnvoll ist

Beispielhafte klinische Situationen, die häufig in unsere Praxis führen:

  • Anhaltende oder neu aufgetretene Kopfschmerzen unklarer Ursache
  • Akute neurologische Defizite – schnelle CT zur Stroke-Abklärung
  • MS-Erstdiagnose und Verlaufs­kontrolle nach McDonald-Kriterien
  • Lumbale oder cervikale Schmerzen mit Ausstrahlung – Verdacht auf Bandscheiben­vorfall
  • Demenz-Differenzial­diagnose – strukturelles MRT plus ggf. FDG-PET
  • Schwindel, Hörsturz, Trigeminus­neuralgie – gezielte Schädel-MRT-Protokolle

So gehen wir vor

  1. 1

    Symptome & Fragestellung

    Kopfschmerz, Schwindel oder neurologische Ausfälle – wir klären, welche Frage die Bildgebung beantworten soll.

  2. 2

    MRT oder CT des Kopfes

    Das MRT zeigt das Hirngewebe strahlungsfrei im Detail; die CT ist schnell und stark in der Akutsituation.

  3. 3

    Die Untersuchung

    Ruhig und schmerzfrei; beim MRT bleiben Sie über Kopfhörer jederzeit mit uns in Kontakt.

  4. 4

    Befund an Ihre Praxis

    Strukturiert und zeitnah an Ihre neurologische oder hausärztliche Praxis übermittelt.

Häufige Fragen

MRT oder CT bei Kopf- und Nervenbeschwerden?
Für Gehirn, Rückenmark und Nerven ist die MRT der Standard – sie ist strahlenfrei und stellt Weichgewebe besonders detailliert dar. Die CT setzen wir vor allem im Notfall ein, etwa bei Verdacht auf eine frische Blutung oder nach einem Schädeltrauma, sowie zur Beurteilung von Knochen.
Ist die Schädel-MRT strahlenbelastend?
Nein. Die MRT arbeitet ohne Röntgenstrahlung, allein mit einem Magnetfeld und Radiowellen.
Ich habe Platzangst – geht eine Kopf-MRT trotzdem?
Häufig ja. Unsere Geräte haben einen weiten, vergleichsweise kurzen Tunnel, Sie stehen über Sprechkontakt mit uns in Verbindung und haben eine Notfallklingel. Bitte sprechen Sie uns vorab an – auf Wunsch besprechen wir ein leichtes Beruhigungsmittel.
Brauche ich eine Überweisung?
Gesetzlich Versicherte benötigen eine Überweisung. Als Selbstzahlerin oder Selbstzahler können Sie sich direkt an uns wenden.

Sechs Situationen

Womit Sie zu uns kommen – und was dann passiert.

Kaum jemand kommt mit „Indikation Schädel-MRT“ zu uns, sondern mit einer Situation: Der Kopfschmerz ist anders als sonst, etwas kribbelt, das Gedächtnis lässt nach. Für sechs häufige Anlässe steht hier, wie der Weg aussieht, welches Verfahren zuerst an der Reihe ist – und was es nicht zeigen kann.

Anlass 1 von 6

Mein Kopfschmerz ist anders als sonst

Der Schmerz kommt häufiger, fühlt sich anders an als gewohnt oder weckt Sie nachts. Vielleicht ist er nach einem Sturz aufgetreten, vielleicht begleitet ihn Übelkeit oder eine Sehstörung. Ihre Haus- oder neurologische Praxis möchte den Kopf angesehen haben.

  1. MRT des Kopfes

    Die Untersuchung zeigt Hirngewebe, Hirnwasserräume und Gefäße ohne Röntgenstrahlung. Sie liegen ruhig, der Kopf ruht in einer Spule, über Kopfhörer bleiben wir mit Ihnen in Kontakt.

  2. Gefäße mitbeurteilen

    Wenn die Fragestellung es verlangt, stellen wir die hirnversorgenden Gefäße in derselben Untersuchung dar – ohne Kontrastmittel oder mit, je nach Frage.

  3. Befund im Zusammenhang

    Wir befunden nicht das Bild allein, sondern lesen es gegen Ihre Beschwerden und die Frage Ihrer behandelnden Praxis. Der Befund geht zeitnah dorthin zurück.

Was die Bildgebung hier nicht leistet

Migräne und Spannungskopfschmerz sind im Bild nicht zu sehen – sie sind klinische Diagnosen, die aus Verlauf und Beschwerden gestellt werden, nicht aus dem MRT. Was das Bild leistet, ist die andere Hälfte der Frage: ob etwas anderes dahintersteckt.

Wer es bezahlt: Auf Überweisung Ihrer behandelnden Praxis ist die MRT des Kopfes Kassenleistung. Ohne Überweisung ist sie eine Selbstzahler-Leistung; wir besprechen die Kosten vorab.

Anlass 2 von 6

Mir ist schwindelig

Alles dreht sich, oder der Boden schwankt. Vielleicht kommt es in Anfällen, vielleicht dauerhaft, vielleicht nur bei bestimmten Kopfbewegungen. Schwindel hat viele Ursachen – im Innenohr, im Kreislauf, im Gehirn. Die Bildgebung klärt den Teil, der das Gehirn betrifft.

  1. MRT des Kopfes

    Wir sehen Hirnstamm und Kleinhirn an – die Bereiche, die Gleichgewicht und Koordination steuern – und beurteilen die Hirnwasserräume mit.

  2. Gefäße, wenn danach gefragt ist

    Bei entsprechender Fragestellung stellen wir die hinteren Hirngefäße dar, die diese Region versorgen.

  3. Innenohr in der Feinschicht

    Wenn die Frage dorthin zielt, fahren wir dünne Schichten durch das Innenohr und den Hör- und Gleichgewichtsnerv.

Was die Bildgebung hier nicht leistet

Die häufigste Schwindelform, der gutartige Lagerungsschwindel, ist im Bild nicht zu erkennen: Er entsteht an winzigen Kristallen im Innenohr, weit unterhalb dessen, was ein MRT auflöst. Erkannt wird er am Untersuchungsstuhl, nicht im Gerät.

Wer es bezahlt: Auf Überweisung Kassenleistung. Bringen Sie Vorbefunde aus HNO oder Neurologie mit, wenn Sie welche haben – sie schärfen die Fragestellung.

Anlass 3 von 6

Etwas ist taub oder kribbelt

Eine Hand schläft immer wieder ein, ein Fuß fühlt sich pelzig an, oder die Kraft lässt nach. Solche Beschwerden können vom Gehirn kommen, vom Rückenmark, von einer Nervenwurzel an der Wirbelsäule oder vom Nerv weiter außen. Die Bildgebung sucht die Stelle.

  1. Erst die Höhe klären

    Wo die Untersuchung ansetzt, hängt davon ab, welches Gebiet betroffen ist. Ihre behandelnde Praxis gibt die Richtung vor – Kopf, Halswirbelsäule, Lendenwirbelsäule oder der Nerv selbst.

  2. MRT der betroffenen Region

    Wir stellen Nervenwurzeln, Bandscheiben und Rückenmark dar und sehen, ob und wo eine Struktur eingeengt ist.

  3. Befund an die überweisende Praxis

    Der Bildbefund ist ein Baustein. Zusammengeführt wird er dort, wo auch die Untersuchung am Menschen und die Nervenmessung stattfinden.

Was die Bildgebung hier nicht leistet

Ob ein Nerv tatsächlich gereizt ist, zeigt das Bild nicht – es zeigt, wo er eingeengt sein könnte. Die Funktion misst die Neurologie mit Nervenleitgeschwindigkeit und Elektromyographie. Beides zusammen ergibt erst das Bild.

Wer es bezahlt: Auf Überweisung Kassenleistung. Voraufnahmen und Operationsberichte helfen beim Vergleich – bringen Sie sie gern mit.

Anlass 4 von 6

Es geht um Multiple Sklerose

Entweder steht die Frage im Raum, ob eine MS vorliegt, oder die Diagnose ist gestellt und der Verlauf wird beobachtet. In beiden Fällen ist die MRT das zentrale Verfahren.

  1. Kopf und, wenn nötig, Rückenmark

    Wir stellen Gehirn und – je nach Fragestellung – das Rückenmark dar. Die Kriterien für die Diagnose wurden 2024 überarbeitet; unter anderem zählt der Sehnerv nun als eigene Region.

  2. Vergleichbar aufnehmen

    Bei einer Verlaufskontrolle zählt die Vergleichbarkeit. Wir fahren dieselbe Schichtführung wie beim Vorbefund, damit sich Veränderungen wirklich beurteilen lassen und nicht die Technik den Unterschied macht.

  3. Vorbilder einbeziehen

    Bringen Sie frühere Aufnahmen mit, auch von auswärts. Ohne Vergleich lässt sich kaum sagen, ob ein Herd neu ist – und genau das ist meist die Frage.

Was die Bildgebung hier nicht leistet

Die Zahl der Herde sagt nicht, wie es Ihnen geht. Befund und Beschwerden gehen bei MS häufig auseinander: Es gibt ausgeprägte Bilder bei geringen Beschwerden und umgekehrt. Über Behandlung entscheidet die neurologische Praxis, nicht das Bild allein.

Wer es bezahlt: Auf Überweisung Kassenleistung, auch für regelmäßige Verlaufskontrollen.

Anlass 5 von 6

Ich vergesse mehr als früher

Namen fallen Ihnen nicht mehr ein, Termine gehen verloren, das Wort liegt auf der Zunge und kommt nicht. Vielleicht sind es Angehörige, denen es zuerst aufgefallen ist. Die Bildgebung gehört zur Abklärung dazu.

  1. MRT des Kopfes

    Wir beurteilen das Hirngewebe, besonders die Regionen, die für Gedächtnis wichtig sind, dazu die Hirnwasserräume und die Gefäßveränderungen der weißen Substanz.

  2. Behandelbare Ursachen ausschließen

    Ein Teil der Abklärung gilt Befunden, die sich behandeln lassen – erweiterte Hirnwasserräume, eine alte Blutung unter der harten Hirnhaut, seltener ein Tumor. Sie zu finden ändert den Weg grundlegend.

  3. Befund an die abklärende Praxis

    Das Bild ist ein Baustein neben Gedächtnistests, Laborwerten und dem Gespräch. Zusammengeführt wird alles in der neurologischen oder hausärztlichen Praxis.

Was die Bildgebung hier nicht leistet

Eine Demenz stellt das MRT nicht fest. Es zeigt Muster des Gewebeschwunds und schließt andere Ursachen aus – die Diagnose selbst entsteht aus Verlauf, Untersuchung und Testung. Umgekehrt bedeutet ein altersentsprechendes Bild nicht, dass alles in Ordnung ist.

Wer es bezahlt: Auf Überweisung Kassenleistung. Eine Begleitperson darf selbstverständlich mitkommen und bis zur Untersuchung bei Ihnen bleiben.

Anlass 6 von 6

Ich hatte einen Schlaganfall

Die Akutbehandlung liegt hinter Ihnen. Jetzt geht es darum, den Verlauf zu beobachten, die Ursache weiter zu klären oder eine Kontrolle vor einer Behandlungsentscheidung zu haben.

  1. MRT im Verlauf

    Wir stellen dar, wie sich der betroffene Bereich entwickelt hat, und beurteilen das übrige Hirngewebe mit.

  2. Gefäße beurteilen

    Je nach Fragestellung sehen wir uns die hirnversorgenden Gefäße an – am Hals und im Kopf.

  3. An den Voraufnahmen messen

    Der Vergleich mit den Bildern aus der Klinik ist hier besonders wichtig. Bringen Sie die CD mit, oder sagen Sie uns, wo die Aufnahmen liegen.

Was die Bildgebung hier nicht leistet

Wie gut sich eine Funktion erholt, sagt das Bild nicht voraus. Der Umfang der Veränderung im MRT und das, was im Alltag wieder gelingt, hängen nur lose zusammen – dafür sind Therapie und Verlauf maßgeblich.

Wer es bezahlt: Auf Überweisung Kassenleistung, auch für Verlaufskontrollen.

Schwerpunkt im ärztlichen Team

Dr. med. Frank Wendel-Maaß – Facharzt für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie

Schwerpunkt Neuroradiologie

Für Untersuchungen von Gehirn, Nervenwurzeln und HNO-Region haben wir einen Facharzt mit der Schwerpunktbezeichnung Neuroradiologie im Team.

Dr. med. Frank Wendel-Maaß

Facharzt für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie

  • Neuroradiologie
  • HNO-Bildgebung
  • Muskuloskelettale und abdominelle Bildgebung
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